Sind Kurzfilme per se “Indie”?: Matthias Groll über Shorts Attack!

Sind Kurzfilme per se “Indie”?: Matthias Groll über Shorts Attack!

Was ist Shorts Attack ?

Shorts Attack wurde 2002 gegründet, zunächst nur im Babylon Berlin, und 2011 haben wir angefangen, das bundesweit anzubieten. Das läuft so gut, dass wir inzwischen über 15 locations haben, die das Kurzfilmprogramm mit internationalen Filmen zeigen, mit einem jeweils anderen thematischen Schwerpunkt jeden Monat. Wir suchen immer Themen, die interessant und griffig sind. Im Januar haben wir das Thema “Golden Shorts”, das sind Festivalgewinner, also internationale Highlights und auch Titelträger aus unserem Festival. Und im Februar zum Beispiel planen wir etwas zum Thema Stadt, “Metropolis”, oder wir stürzen uns auf “Sex und Wahnsinn”. Das kommt auch immer sehr gut an.

Sind Kurzfilme Eurer Meinung nach per se “Indie” ?

Alle Kurzfilme landen zwar in der Wirtschaftswelt, mit Kurzfilmen wird gehandelt, trotzdem ist es kein übliches “Handelsprodukt”. Ob sie deswegen mit dem Begriff « Indie » betitelt werden müssen? Obwohl das natürlich ein cooler Begriff ist… Wir zeigen beim interfilm-Festival letztendlich handwerklich gute Filme, die müssen sehr ausgereift sein, müssen eine Geschichte erzählen, die es dramaturgisch in sich hat – weniger den “Trash” oder das “Experimentelle”.

Indie bedeutet ja nicht gleich automatisch “Trash”. Meistens ist es ja die Produktionsweise der Kurzfilme, die als « Indie » bezeichnet werden kann, da hierfür kaum Mittel aus der Filmindustrie zur Verfügung stehen…

Das stimmt, klar. Daher kann man ja auch bei der Kurzfilmproduktion weitaus flexibler und freier sein.

Wo ist der Markt für Kurzfilme am größten ? Eher in Deutschland oder auf internationaler Ebene ?

Der dürfte in Frankreich am größten sein. Dann kommt lange nichts, doch in Deutschland ist immerhin der Kurzfilm im Kino als Vorfilm wieder einigermaßen gut aufgestellt.

 

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Matthias Groll findet jeden Monat ein sexy  Thema für das Kurzfilmprogramm von “Shorts Attack”!

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